Kunst & Kultur

Das sind die MAK Highlights 2026

Das MAK startet nach einem Rekordjahr mit neuen Sammlungen, großen Namen und internationalen Kooperationen in die Saison. Design DE LUXE hat den Überblick.

Von Julia Weninger

Mit starkem Publikumsinteresse und viel Aufmerksamkeit aus aller Welt geht das MAK in ein ambitioniertes Jahr. Nach dem viel beachteten Start der Helmut-Lang-Schau folgen 2026 mehrere lange vorbereitete Projekte – von neu gestalteten Dauerpräsentationen bis hin zu großen Künstlerausstellungen und spektakulären Partnerschaften.

Neue Perspektiven auf die Sammlung

Im Frühjahr öffnen die überarbeiteten Schausammlungen. WIEN 1900 – Alltag. Gesamtkunstwerk, entwickelt mit Markus Schinwald, und die von Formafantasma gestalteten TEXTILIEN UND TEPPICHE versprechen neue Blickwinkel auf zentrale Bestände des Museums.

Ab Mai widmet sich das MAK Christoph Schlingensief in der ersten umfassenden Einzelausstellung in Österreich. Kurz darauf folgt mit GLANZSTÜCKE eine Kooperation mit Van Cleef & Arpels. Auch die Ausstellung zur Wiener Wohnkultur der Zwischenkriegszeit, inszeniert mit Anna Viebrock, zählt zu den Fixpunkten des Jahres.

(c) MAK

Der Erfolg ist messbar

Bei der Jahrespressekonferenz zog Generaldirektorin Lilli Hollein eine positive Bilanz und verwies auf stark gestiegene Besucher*innenzahlen sowie internationale Resonanz auf die Programme des Hauses. Parallel zum generellen Anstieg wuchs auch die Zahl der Ticketkäufe. Besonders stark legte das Interesse der Bundesmuseen Card zu. Auch die Außenstellen – vom Geymüllerschlössel bis Los Angeles – verzeichneten deutliche Zugewinne. Das (young)MAK setzte 2025 auf Beteiligung: Partys, Beratungsangebote oder Tauschformate machten das Museum zu einem Ort, an dem neue Communities Platz finden.

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International präsent

Ob New York, Osaka oder zahlreiche Leihgaben weltweit – das MAK war global sichtbar. Kooperationen wie jene mit Austrian Airlines trugen Motive der Wiener Werkstätte in alle Welt. Auch in Wien blieb das Haus stark vernetzt: vom Donauwalzer im All bis zur TV-Präsenz beim Neujahrskonzert. Zusätzlich ermöglichten Partner*innen wieder Tage mit freiem Eintritt.

Forschung als Fundament

Parallel zum Ausstellungsbetrieb lief intensive wissenschaftliche Arbeit – von Archivrecherchen bis zu EU-Projekten rund um das Künstler*innenbuch. Ergebnisse werden zunehmend öffentlich zugänglich.

Hunderttausende Datensätze sind mittlerweile online abrufbar, zehntausende Bilddownloads zeigen das große Interesse. Auch 3D-Digitalisierungen wurden massiv ausgebaut. Das Jahresprogramm spannt einen Bogen von zeitgenössischer Kunst über Designgeschichte bis zu Architekturthemen. Zahlreiche Kooperationen – etwa mit den Wiener Festwochen oder der VIENNA DESIGN WEEK – erweitern den Radius zusätzlich.

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Fokus auf Künstlerinnen

Mit Personalen zu Ursi Fürtler, Barbara Pflaum oder Vally Wieselthier rückt das MAK bedeutende weibliche Positionen in den Mittelpunkt. Weitere Projekte verbinden Kunst mit gesellschaftlichen Fragen der Gegenwart.

Architektur zum Mitmachen

Gemeinsam mit dem Deutschen Architekturmuseum holt das MAK eine interaktive Ausstellung zu historischen Baukästen nach Wien und lädt das Publikum zum Mitspielen ein. Zum Jahresende widmet sich eine große Schau der Wiener Wohnkultur zwischen den Weltkriegen. Anna Viebrock wird dafür Räume schaffen, die Vergangenheit und Gegenwart miteinander verschränken.

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Auch die Außenstellen ziehen mit

Vom Geymüllerschlössel über Brtnice bis zum Schindler House in Los Angeles reicht das Programm – mit Ausstellungen zu Tafelkultur, Josef Hoffmann oder aktuellen Fragen von Architektur und Wahrnehmung. Märkte, Vermittlungsangebote und neue Community-Formate sollen weiterhin ein breites Publikum ansprechen. Das (young)MAK plant unter anderem Projekte rund um Mode und Identität.

„Ich blicke mit großer Freude und Überzeugung auf unser Programm für das Jahr 2026. Das MAK erlebt gerade einen besonders aktiven Abschnitt seiner Geschichte, viele Projekte – von Ausstellungen über Kooperationen bis zu Marketingideen und wirtschaftlichen Maßnahmen, die über die letzten Jahre konzipiert und vorbereitet wurden, erleben jetzt ihre Umsetzung und Fertigstellung, und wir bemerken den positiven Zuspruch unseres Publikums, das die Vielfalt unseres Programms zu schätzen weiß. Mit diesem besonderen und positiven Momentum stellen wir uns den Herausforderungen der Zukunft“, so Generaldirektorin Lilli Hollein abschließend.

Auf einen Blick

WIEN 1900 – Alltag. Gesamtkunstwerk (ab 25.2.2026)
Neugestaltete Schausammlung mit atmosphärischen Erlebnisräumen. Konzept: Markus Schinwald in Zusammenarbeit mit Generaldirektorin Lilli Hollein und den Sammlungsleiterinnen. Fortsetzung der Praxis, Künstlerinnen in Dauerpräsentationen einzubinden.

Schausammlung Textilien und Teppiche (ab 25.3.2026)
Neuinszenierung durch das Designstudio Formafantasma (Mailand). Teppiche werden erstmals mit weiteren textilen Beständen aus allen Sammlungsbereichen kontextualisiert.

CHRISTOPH SCHLINGENSIEF. Es ist nicht mehr mein Problem!
(13.5.–13.9.2026, MAK Ausstellungshalle OG)
Erste umfassende Einzelausstellung zu Schlingensief in Österreich. Kooperation mit Wiener Festwochen | Freie Republik Wien und Gropius Bau / Berliner Festspiele.

THOMAS DEMAND. Räume, die von gestern träumen
(27.5.2026–24.1.2027, MAK Contemporary)

Soft Image, Brittle Grounds – Felix Lenz
(11.2.–26.7.2026, MAK Galerie)
Beitrag zur Klima Biennale Wien; 2025 bei der 24. Triennale Milano International Exhibition präsentiert.

GLANZSTÜCKE. Van Cleef & Arpels Haute Joaillerie × Meisterwerke der MAK Sammlung
(10.6.–27.9.2026, MAK Ausstellungshalle EG)
Dialog zwischen MAK Sammlungsobjekten und Haute Joaillerie des 1906 an der Place Vendôme gegründeten Hauses Van Cleef & Arpels.

Schwerpunkt Frauenpositionen

URSI FÜRTLER. Textil – Abstrakt (18.3.–14.6.2026, MAK Forum)
Barbara Pflaum. Schaufenster des Alltags (15.4.–16.8.2026, MAK Kunstblättersaal)
VALLY WIESELTHIER: Bild und Ton (29.4.2026–10.1.2027, MAK Design Lab)
Borderland – Kateryna Lysovenko (16.9.–18.10.2026, MAK Forum)

Kooperationen & Sonderprojekte

Hype UnD Hochkultur. 75 Jahre Wiener Festwochen in Plakaten (21.4.–20.9.2026)
• Kooperation mit Wien modern (28.10.–29.11.2026)
100 BESTE PLAKATE 25. Deutschland Österreich Schweiz (11.11.2026–4.4.2027)

ARCHITEKTURBAUKÄSTEN 1890–1990
(7.10.2026–14.3.2027)
Kooperation mit dem DAM – Deutsches Architekturmuseum.

VOR EINBRUCH DER DUNKELHEIT. Die Wiener Wohnkultur der Zwischenkriegszeit
(16.12.2026–2.5.2027, MAK Ausstellungshalle EG)
Inszenierung: Anna Viebrock.

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