
Österreichs Größen der Design-Szene im großen Video-Interview über die Trends 2026
Von Architektur und Interieur, bis zu Sanitär, Garten und Auto. Österreichs prägendste Gestalter:innen, erklären warum Rundungen, Farbe und handwerkliche Haltung gerade jetzt an Bedeutung gewinnen.
Was sich quer durch Architektur, Interieur, Sanitär, Garten und sogar Automobil zieht, ist kein einzelner Stil, sondern ein gemeinsamer Nenner: das bewusste Gestalten. Design DE LUXE hat Österreichs Größen der Szene zum Gespräch gebeten und ein vielschichtiges Stimmungsbild eingefangen, das zeigt, wie sehr sich der Begriff „Trend“ gerade verschiebt.
Im großen Video-Interview sprechen Robert Sascha Bastirsch, Bielefelder Werkstätten, Andrea Popinger-Schwab, Wohnstudio Schwab, Kristina Breitwieser, Breitwieser Natural Stones, Guido Salentinig, Geberit Österreich, Thomas Nentwich, Nentwich Gartenbau, Michael Fladenhofer, Wertstücke Möbelagentur, Martin Mittermair, Mittermair Architekt ZT, Markus Wildeis, Stellantis Austria sowie Florian Ferstl, Alfa Romeo & DS Automobiles Stellantis Österreich darüber, wie sich Design zwischen Handwerk, Individualität und neuen Erwartungen neu positioniert.
Ob man Trends folgen müsse, sei heute weniger eine Glaubensfrage als eine Frage der Realität. Der Impuls komme häufig von Kund:innen – allerdings nicht als blinde Forderung nach Neuem, sondern als Wunsch nach Orientierung. Viele Gestalter:innen haben erlebt, wie Trends wiederkehren. Wer die 1970er-Jahre bewusst erlebt hat, begegnet ihrer Renaissance nicht zwangsläufig mit Begeisterung.
Gleichzeitig ist unübersehbar: Kund:innen sind mutiger geworden. Farbe gilt nicht mehr als Risiko, sondern als Ausdruck von Persönlichkeit. Die Angst vor Individualität ist einer neuen Selbstverständlichkeit gewichen.
Große Formate, wenige Fugen und ruhige Flächen prägen Bäder ebenso wie Außenbereiche. Besonders dort wird der Wunsch nach mediterranem Flair sichtbar: großzügig, reduziert, atmosphärisch – ohne dekorative Überladung.
Der Garten als gestalteter Rückzugsraum
Auch im Außenraum zeigt sich ein Wandel. Üppige Bepflanzung ersetzt kontrollierte Strenge, Schatten wird zum zentralen Gestaltungselement. Nicht nur aus klimatischen Gründen, sondern als bewusster Gegenpol zur Offenheit des Alltags. Der Garten wird weniger repräsentativ gedacht, dafür umso stärker als Aufenthaltsraum.
Architektur: Qualität vor Geschwindigkeit
In der Architektur rückt gut gemachtes Handwerk wieder ins Zentrum. Nicht als nostalgische Geste, sondern als klare Haltung gegen Austauschbarkeit. Materialien dürfen altern, Details sichtbar bleiben. Qualität wird nicht mehr behauptet, sondern spürbar gemacht.
Mobilität neu gelesen
Auch der Blick auf das Automobil hat sich verschoben. Die große Herausforderung liegt darin, individuelle Mobilität mit ökologischer Verantwortung zu verbinden. Nach einer Phase sehr eleganter, oft schwarz dominierter Innenräume öffnen sich Fahrzeugkonzepte wieder für Experimente: neue Farben, Materialmixe, unerwartete Oberflächen.



