
© ClassiCon · Foto: Elias Hassos · www.classicon.com
Sebastian Herkners Bow Coffee Table Marble für ClassiCon verbindet skulpturale Formen mit edlem Marmor und ist in verschiedenen Ausführungen erhältlich.
Die Leichtigkeit des Steins
An der Schnittstelle zwischen funktionalem Möbeldesign und bildender Kunst etabliert sich eine neue Wohnästhetik. Ein Blick auf einen Interior-Trend, der die monumentale Schwere massiver Materialien aufbricht und Räume völlig neu atmen lässt.
Charakter statt Perfektion
Ein Tisch, der an eine antike Säule erinnert, oder ein Sessel mit den Linien einer organischen Skulptur: Der Interior-Trend „Sculptural Living“ bricht mit klassischen Mustern. Hier wird das Möbelstück selbst zum zentralen Kunstwerk im Raum. Im Fokus stehen taktile und handgemachte Materialien wie Travertin, Marmor oder grobe Keramik. Auch Kork findet in seinem naturbelassenen Zustand einzug in das Zuhause - zum Beispiel in Form des Beistelltischs 'Corker' von ClassiCon.
Die Schönheit liegt hier in der Unvollkommenheit. Statt perfekt inszenierter, spiegelglatter Oberflächen feiert dieser Stil das Rohe. Das Material erzählt mit jeder einzelnen Pore eine jahrtausendealte Geschichte und unterstreicht, dass jedes Designteil ein absolutes Unikat ist.

© Christian Kain für ClassiCon · Hersteller: ClassiCon · www.classicon.com
Massive Leichtigkeit
Das faszinierende Paradoxon dieses Designs? Die monumentale Schwere der Materialien geht verloren. Durch den skulpturalen Designansatz und fließende, organische Geometrien wird die Härte von Marmor, Kalkstein und Holz bewusst aufgebrochen. Die massiven Objekte scheinen fast schon im Raum zu schweben und wirken überraschend grazil. Zudem sind diese Stücke keineswegs statisch. Je nach Tageszeit und Sonneneinstrahlung wirft die dreidimensionale Kunst immer wieder neue Schatten und inszeniert sich ganz von selbst.

© Foto: Luis Espinheira für ClassiCon · Hersteller: ClassiCon · www.classicon.com

© Foto: Elias Hassos für ClassiCon · Hersteller: ClassiCon · www.classicon.com
Hier braucht es Freiraum
Dabei folgt der Trend einem streng reduktionistischen Ansatz, der an das Prinzip von „Quiet Luxury“ erinnert. Es braucht nicht viel, um eine maximale Wirkung zu erzielen – weniger ist hier definitiv mehr. Sculptural Living lebt vom sogenannten „Negative Space“. Das bedeutet: Jedem skulpturalen Möbelstück muss bewusst viel Freiraum eingeräumt werden. Schließlich wohnt man ab jetzt in seiner ganz eigenen, privaten Kunstgalerie.



