
Die neuen Outdoor-Objekte, die wir gerade lieben
Draußen darf es mehr sein als Lounge und Gartentisch: Die interessantesten Outdoor-Entwürfe verbinden Funktion mit skulpturalem Design und bringen Persönlichkeit in Garten, Terrasse und Balkon. Fünf außergewöhnliche Pieces, die zeigen, wie vielseitig Design unter freiem Himmel heute sein kann.
Hyphen: Billard wird zum Outdoor-Statement
Ein Billardtisch gehört normalerweise ins Spielzimmer. Der Hyphen Outdoor Billardtisch von Cornilleau denkt das Konzept neu. Mit seiner schlanken Silhouette, den abgerundeten Formen und der weißen Stahlstruktur oder in anderer Ausführung wie aus Moabiholz wirkt er eher wie ein großformatiges Designobjekt als wie ein klassisches Sportgerät.
Dabei ist er für den Einsatz im Freien konzipiert: Die Stahlstruktur verfügt über eine Korrosionsschutzbeschichtung, das wasserabweisende Tuch ist für den Außenbereich geeignet. Im Inneren steckt eine 19 Millimeter starke Mineralschieferplatte, die für die nötige Präzision beim Spiel sorgt. Besonders interessant: Mit optionalen Tischplatten lässt sich der Billardtisch in einen Gartentisch verwandeln. Damit wechselt das Objekt je nach Anlass zwischen Spielfläche und Outdoor-Möbel.

© Cornilleau/ erhältlich bei Made in Design
Amore: Eine Bank mit Botschaft
Manche Outdoor-Objekte müssen nicht subtil sein. Die Amore Bank von Slide ist vielmehr eine kleine Design-Skulptur, die ihre Funktion erst auf den zweiten Blick erkennen lässt. Der Entwurf von Giò Colonna Romano bildet die Buchstaben des Wortes „AMORE“ nach und wird dadurch selbst zum grafischen Element im Garten.
Gefertigt aus recycelbarem Polyethylen, eignet sich die 145 Zentimeter lange Bank für Innen- und Außenbereiche. Je nach gewünschter Wirkung kann sie horizontal oder vertikal aufgestellt werden. Besonders in kräftigem Rot wird sie zum bewussten Farbakzent zwischen Grün, Stein und zurückhaltenden Outdoor-Möbeln.
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© Made in Design
My Moon: Wenn die Leuchte zur Sitzgelegenheit wird
Eine Leuchte, die gleichzeitig Sitzmöbel, Liege und Schaukelstuhl sein kann? My Moon von Seletti bewegt sich bewusst zwischen Kunstobjekt und funktionalem Möbel. Die großformatige, mondförmige Leuchte kann im Innen- wie im Außenbereich eingesetzt werden und wird durch ihre ungewöhnliche Form selbst zum Blickfang.
Mit einer Höhe von 157 Zentimetern ist das Objekt deutlich mehr als eine klassische Gartenleuchte. Je nach Position kann es als Sitzgelegenheit, Hocker, Liege oder dekoratives Lichtelement eingesetzt werden. Die IP44-Ausführung macht den Einsatz im geschützten Außenbereich möglich. So entsteht ein Objekt, das am Tag als skulpturales Möbel und am Abend als leuchtender Mittelpunkt des Gartens funktioniert.

© Seletti/ erhältlich bei Skapetze
Eleonor: Beton mit grafischer Oberfläche
Der Eleonor von SKLUM setzt auf ein Material, das im Outdoor-Bereich längst nicht mehr ausschließlich funktional gedacht wird: Zement. Der rechteckige Couchtisch kombiniert eine massive, skulpturale Form mit einer Oberfläche in Fliesenoptik und einem grafischen Gittermuster.
Gefertigt ist der 100 × 70 Zentimeter große Tisch aus glasfaserverstärktem Zement. Dadurch entsteht die Anmutung von Stein, ohne das Gewicht eines vergleichbaren massiven Steinmöbels. Eine Glasur verleiht der Oberfläche zusätzlichen Glanz und schützt sie vor Feuchtigkeit und Abnutzung. Das Ergebnis ist ein Objekt, das sich eher als architektonischer Akzent denn als klassischer Gartentisch versteht.

© skulm
Nordic Pratone: Designikone für den Garten
Zum außergewöhnlichsten Objekt der Auswahl gehört zweifellos der Nordic Pratone von Gufram. Der Entwurf von Giorgio Ceretti, Pietro Derossi und Riccardo Rosso basiert auf dem legendären Pratone von 1971 – einem Meilenstein des italienischen Radical Design. Die Neuinterpretation von 2016 erschien in Weiß und war auf nur 50 Exemplare limitiert.
Das Prinzip ist ebenso ungewöhnlich wie ikonisch: Statt klassischer Sitzflächen besteht das Objekt aus einer Ansammlung überdimensionaler, weicher „Grashalme“, zwischen denen man Platz nimmt. Der Pratone spielt damit bewusst mit der Grenze zwischen Natur und künstlichem Objekt. Die ursprüngliche Version wurde unter anderem im Zusammenhang mit der Ausstellung „Italy: The New Domestic Landscape“ im MoMA bekannt und ist heute Teil wichtiger Designsammlungen.

© Gufram
Draußen wird zur Bühne für Design
Die fünf Objekte zeigen eine Entwicklung, die den Außenbereich derzeit besonders interessant macht: Outdoor-Design muss nicht länger versuchen, möglichst unauffällig zu sein. Stattdessen dürfen Möbel und Objekte auffallen, Geschichten erzählen und unterschiedliche Funktionen miteinander verbinden.
Titelbild: hoch © skulm, quadrat © Gufram, quer © Cornilleau



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