Design & Interieur

Designstücke, die jeder kennt – und jeder will

Manche Möbel sind mehr als nur Einrichtung. Sie sind Statements, Zeitzeugen, manchmal sogar kleine Revolutionen. Genau das macht sie so besonders: Sie haben sich längst vom Trend gelöst und sind zu echten Ikonen geworden.

Von Julia Weninger

Diese vier Designs gehören genau in diese Kategorie – sie tauchen in Magazinen, Hotels und stilvollen Wohnungen weltweit auf. Und ehrlich gesagt: Man will sie einfach haben.

ClassiCon Adjustable Table E1027 – Der Tisch, der Designgeschichte schrieb

Es gibt Möbel, die wirken, als wären sie schon immer da gewesen. Der Adjustable Table E1027 gehört genau dazu. Entworfen 1927 von Eileen Gray, war er seiner Zeit weit voraus – und ist heute aktueller denn je.

Seine Form ist fast schon mathematisch perfekt: ein filigranes Stahlrohrgestell, kombiniert mit einer runden Glasplatte. Nichts wirkt zu viel, nichts zu wenig. Besonders clever – und bis heute unschlagbar – ist die Höhenverstellbarkeit. Der Tisch lässt sich mühelos an Sofa, Bett oder Sessel anpassen und wirkt dabei immer leicht, fast schwebend.

Spannend ist auch die Geschichte hinter dem Namen: „E1027“ ist ein Code, der sich aus den Initialen von Gray und ihrem Partner zusammensetzt. Ein persönliches Detail, das diesem ikonischen Möbel eine fast intime Note verleiht. Kein Wunder, dass der Tisch heute sogar Teil der Sammlung des Museum of Modern Art ist.

© ClassiCon

B&B Italia Camaleonda Sofa – Das Sofa, das sich immer neu erfindet

Das Camaleonda Sofa ist der Beweis, dass gutes Design niemals statisch ist. Ursprünglich in den 1970ern entworfen, feierte es vor wenigen Jahren ein spektakuläres Comeback – und wirkt heute moderner als je zuvor.

Sein Geheimnis liegt im modularen Aufbau: Die einzelnen Elemente lassen sich immer wieder neu kombinieren. Heute Lounge, morgen klassische Couch, übermorgen vielleicht eine großzügige Liegelandschaft. Dieses Sofa passt sich nicht nur dem Raum an, sondern auch dem Leben.

Optisch lebt es von seinen weichen, fast überdimensionierten Polstern und der markanten Knopfheftung. Es wirkt gemütlich, aber gleichzeitig architektonisch durchdacht. Ein Möbelstück, das Komfort und Design auf eine sehr selbstbewusste Weise verbindet.

© B&B Italia

Cappellini Knotted Chair – Wenn ein Stuhl zur Skulptur wird

Ein Stuhl aus Seil? Klingt erstmal ungewöhnlich – und genau das macht den Knotted Chair so faszinierend. Entworfen von Marcel Wanders, bewegt er sich irgendwo zwischen Design, Kunst und Experiment.

Das Besondere: Die Struktur besteht aus einem geknoteten Fasergeflecht, das mit Harz gehärtet wird. Das Ergebnis wirkt fast schwerelos, obwohl der Stuhl stabil und funktional ist.

Visuell erinnert er eher an ein Kunstobjekt als an ein Möbelstück. Er steht nicht einfach im Raum – er zieht Aufmerksamkeit auf sich. Genau deshalb findet man ihn oft in Galerien oder als bewusst gesetzten Kontrast in modernen Interiors. Ein Stück für alle, die Design nicht nur nutzen, sondern erleben wollen.

© Cappellini

Vitra Coffee Table – Reduktion in ihrer schönsten Form

Manchmal ist es gerade die Zurückhaltung, die ein Möbelstück besonders macht. Der Coffee Table von Isamu Noguchi ist dafür das perfekte Beispiel.

Sein Design basiert auf drei Elementen: zwei geschwungenen Holzformen und einer organisch geformten Glasplatte. Zusammen ergeben sie eine Komposition, die fast wie ein kleines Kunstwerk wirkt.

Was ihn so besonders macht, ist die Balance zwischen Skulptur und Funktion. Der Tisch ist nicht einfach nur Ablagefläche – er strukturiert den Raum, ohne ihn zu dominieren. Je nach Perspektive verändert er seine Wirkung und bleibt dadurch immer spannend.

© Vitra

Titelbilder: © B&B Italia

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