Design & Interieur

Design-Ikone Kelly Wearstler lanciert Kollektion mit HM

Kontraste, Materialität und mutige Formen: Mit ihrer neuen Kollektion für H&M HOME überträgt Kelly Wearstler ihre ikonische Designsprache in ein modulares Konzept – und macht Räume wandelbar.

Von Julia Weninger

Kelly Wearstler zählt zu den prägendsten Stimmen des zeitgenössischen Designs. Bekannt für ihre vielschichtige Formsprache, verbindet sie unterschiedliche Epochen, Materialien und Texturen zu ausdrucksstarken Interieurs. Ihre Projekte – von internationalen Hotels bis hin zu privaten Residenzen – zeichnen sich durch eine klare Haltung aus: Design entsteht im Spannungsfeld von Kontrast und handwerklicher Präzision.

Dabei geht es nicht um Zurückhaltung, sondern um Wirkung. Wearstler versteht Räume als Kompositionen, in denen jedes Element eine Rolle spielt. Oder, wie sie es selbst formuliert: „Introducing an object with an unexpected shape can transform a whole space“.

Modularität als gestalterisches Prinzip

Mit der neuen Kollektion für H&M HOME überträgt Wearstler ihre Designphilosophie in ein flexibles Möbelsystem. Im Zentrum steht die Idee der Modularität – einzelne Elemente lassen sich kombinieren, erweitern und neu arrangieren. Möbel werden so nicht als statische Objekte verstanden, sondern als wandelbare Strukturen mit architektonischem Charakter.

© Kelly Wearstler H&M HOME

Materialität spielt dabei eine zentrale Rolle: Holz, Metall und Marmor bilden die Basis der Kollektion. Die Kombination dieser Materialien erzeugt eine klare, hochwertige Ästhetik, die durch präzise Verarbeitung und markante Formen verstärkt wird.

Objekte mit Charakter

Neben den modularen Möbelstücken umfasst die Kollektion auch Leuchten und dekorative Objekte. Diese ergänzen das Konzept nicht nur funktional, sondern setzen gezielte Akzente im Raum.

Typisch für Wearstler ist die Balance zwischen skulpturaler Präsenz und Alltagstauglichkeit. Jedes Objekt wirkt eigenständig, bleibt jedoch Teil eines übergeordneten gestalterischen Systems. Die Designsprache ist unverkennbar, wird jedoch für H&M HOME in eine zugänglichere Form übersetzt.

© Kelly Wearstler H&M HOME

Inszenierung in Mailand

Präsentiert wird die Kollektion im Rahmen der Milan Design Week 2026 – in einer eigens kuratierten Ausstellung im Palazzo Acerbi. Der barocke Bau aus dem 17. Jahrhundert, lange Zeit nicht öffentlich zugänglich, bildet den Rahmen für die Inszenierung.

Die Ausstellung folgt keinem klassischen Präsentationsformat, sondern versteht sich als räumliche Erfahrung. Basierend auf den Themen Alltagsrituale und modulare Synergien entsteht ein choreografierter Rundgang, der mit Licht, Material und Raumwirkung arbeitet. Vergangenheit und Gegenwart treten dabei ebenso in Dialog wie Reduktion und Opulenz.

© Kelly Wearstler H&M HOME

Design als System, nicht als Moment

Die Kollektion markiert nicht nur eine Zusammenarbeit, sondern eine konsequente Weiterentwicklung von Wearstlers Ansatz. Räume werden nicht abgeschlossen gedacht, sondern als offene Systeme, die sich verändern und weiterentwickeln können.

Mit diesem Konzept verschiebt sich der Fokus: weg vom einzelnen Objekt, hin zum Zusammenspiel aller Elemente – und damit zu einer neuen Form von Wohnkultur, die Bewegung und Veränderung bewusst integriert.

Titelbilder: © Kelly Wearstler H&M HOME

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