Life & Style

Alpine Glamour & High-Tech Design: So stylish bittet Cortina d’Ampezzo zu den Olympischen Spielen 2026

Cortina d’Ampezzo ist nicht einfach nur ein Skiort, sondern ein Gefühl. Wenn 2026 zum zweiten Mal nach 1956 die Olympischen Winterspiele in der „Königin der Dolomiten“ Station machen, trifft das Erbe des Jetsets auf eine völlig neue, zukunftsorientierte Design-Sprache.

Man hat sie noch vor Augen: Die Bilder des legendären High-Society-Fotografen Slim Aarons. Pelzmäntel, Fellstiefel und hautenge Skioveralls der 70er und 80er Jahre. Cortina war schon immer der Ort, an dem sich Aristokratie und Kunstszene zum „Aperitivo“ im Schnee trafen. Dieser Glamour ist geblieben, doch 2026 bekommt er ein neues, intellektuelles Gesicht.

(c) Olympics.com

In diesem Jahr blicken wir bewusst nicht auf die neuesten Entwürfe der großen Modehäuser oder die Textilien der Athleten. Wir richten den Fokus stattdessen auf die neuen Symbole der Spiele selbst – auf Design-Objekte, die Kunst, Technologie und Kultur in sich vereinen und die Identität von Milano Cortina 2026 definieren.

Verantwortlich für diese visuelle Metamorphose ist Raffaella Paniè, die den gesamten Look der Spiele kuratiert. In einem Gespräch mit dem Fachmagazin Finestresullarte gab sie einen seltenen Einblick in den Entstehungsprozess. Sie beschrieb die anfängliche Ehrfurcht vor dem leeren Blatt Papier und die Entscheidung, das „italienische Talent“ und seine fließenden Gesten ins Zentrum zu rücken. Es war ein langwieriger Prozess, diese flüchtigen „Vibes“ in eine technische Grafik zu übersetzen, die sowohl ästhetisch überzeugt als auch die tiefere Markenpersönlichkeit der Spiele widerspiegelt.

Die Fackel

Das wohl wichtigste Symbol dieser Reise ist die Fackel, die den treffenden Namen „Essential“ trägt. Hier wurde ein Objekt geschaffen, das durch seine klaren, eleganten Linien besticht und dennoch eine enorme inhaltliche Schwere besitzt. Das Design stammt aus der Feder des renommierten Studios Carlo Ratti Associati, während die technische Umsetzung von der Cavagna Group und dem Premium-Partner Eni realisiert wurde. Doch die wahre Schönheit der „Essential“ liegt in ihrem Inneren verborgen: Der Brenner wird mit Bio-LPG betrieben, das vollständig aus nachwachsenden Rohstoffen wie Altspeiseölen und Agrarrückständen besteht. Diese technologische Innovation macht die Fackel zu einem Vorreiter der Kreislaufwirtschaft – sie ist wiederaufladbar und für den mehrfachen Einsatz konzipiert, was die Umweltbilanz der gesamten Veranstaltung massiv verbessert.

Derselbe Geist von Innovation und historischer Referenz findet sich in den beiden Feuerschalen wieder, die erstmals in der Geschichte zeitgleich in zwei verschiedenen Städten entzündet werden. Es ist ein Projekt von Marco Balich, Lida Castelli und Paolo Fantin, das in enger Zusammenarbeit mit Fincantieri entstand. Diese Schalen, platziert am Arco della Pace in Mailand und auf der Piazza Dibona in Cortina, sind weit mehr als nur Behältnisse für eine Flamme. Sie sind eine Hommage an das Genie Leonardo da Vincis. Ihre Geometrie basiert auf den berühmten „Knoten“ Leonardos – Verflechtungen, die die Harmonie zwischen Natur und menschlichem Erfindergeist symbolisieren sollen.

(c) ÖOC

Diese aus Flugzeugaluminium gefertigten Strukturen seien dynamische Kunstwerke, lautet es. Denn sie besitzen eine variable Geometrie und vergrößern ihren Durchmesser beim Öffnen von 3,1 auf beeindruckende 4,5 Meter. Im Inneren verbirgt sich ein komplexes mechanisches System aus über 1.400 Bauteilen, das die Flamme wie eine kostbare Schatztruhe bewahrt. Die Inszenierung ist so konzipiert, dass sie minimale Geräusche und kaum Rauch verursacht, was die Flamme zu einem sicheren und dennoch imposanten Zentrum des öffentlichen Raums macht.


Wenn das Entzünden dieser Schalen dieser Tage den Abschluss einer 63-tägigen Reise durch ganz Italien markiert, wird deutlich: In Cortina trifft der zeitlose Glamour vergangener Jahrzehnte auf ein Design, das bereit für die Zukunft ist.

(c) TItelbild KI generiert

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