
Live long and prosper
Longevity ist zum Schlagwort geworden. Doch der Gedanke bleibt essenziell – auch für unser Zuhause: Wie können wir unser Leben möglichst lange, gesund und schön gestalten?
Den Grundstein legte die Wellness. Sie erklärte uns, dass wir uns wohlfühlen, auf uns achten, vernünftig essen und gelegentlich entspannen sollten. In ihrer Bugwelle konnte die Healthness ihre großen 15 Minuten ergattern – tatkräftig unterstützt von einer Fitnessindustrie, die Gesundheit vorzugsweise in Schritten, Pulszonen und Trainingseinheiten zählte. Seit einiger Zeit nun macht sich ein neuer Begriff breit, der Ernährung, Bewegung, Wohlbefinden, Fitness und Beauty großzügig unter seine Fittiche nimmt: Longevity.
Gemeint ist damit nicht einfach, möglichst lange am Leben zu bleiben. Entscheidend ist, bis ins hohe Alter gesund, beweglich und selbstständig zu sein. Der Fokus verschiebt sich von der Lifespan, der Lebensspanne in Jahren, zur Healthspan: jener Zeit, die wir bei möglichstguter Gesundheit verbringen. Natürlich wird auch Longevity inzwischen inflationär verwendet. Kaum ein Nahrungsergänzungsmittel, Beauty-Treatment oder Fitnessprogramm, das nicht ein längeres, vitaleres Leben verspricht. Als Marketing-Schmäh abtun sollte man das Thema dennoch nicht. Die Auseinandersetzung mit unserer Lebensqualität und der Frage, wie wir sie bis ins Alter erhalten können, lohnt sich.
In Ernährung, Fitness und Kosmetik ist diese Botschaft längst angekommen. Einen Bereich vergessen wir allerdings erstaunlich oft. Vielleicht, weil er so selbstverständlich und allgegenwärtig ist, dass er uns kaum noch auffällt: unser Zuhause.
Design DE LUXE stellt deshalb die Frage: Wie können wir unsere Wohnräume so gestalten, dass sie unser Leben nicht nur schöner, sondern auch gesünder – und letztlich vielleicht sogar länger – machen? Wohngesundheit entsteht aus dem Zusammenspiel von Luftqualität, Temperatur, Tages- und Kunstlicht, Akustik, Materialien, Naturbezug, Bewegungsmöglichkeiten und einer Planung, die Veränderungen im Laufe des Lebens mitdenkt. [...]
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Teppich – hier von Object Carpet – bindet Feinstaub und reduziert Nachhall sowie Trittschall.
© Foto: Object Carpet

Acoustic Furniture von Abstracta: die Leuchte Moon und als Gemälde getarntes Akustikpanel.
© Foto: Abstracta
Es werde Licht - aber richtig
Beleuchtung sollten an den eigenen zirkadianen Rhythmus – also unsere innere Uhr – angepasst werden: Untertags sollte es möglichst hell sein, am besten mit Tageslicht. Wenn Tageslicht nicht ausreicht, sollte ihm die Beleuchtung möglichst ähnlich sein und einen höheren Anteil kurzer Wellenlängen, also ein eher bläuliches Spektrum, haben“, erklärt Public-Health-Mediziner Richard Felsinger von der Medizinischen Universität Wien. Helles Tageslicht unterstützt Aktivität und Aufmerksamkeit; gegen Abend hilft eine geringere, wärmere Beleuchtung dem Körper beim Übergang in ruhigere Phasen, so Felsinger weiter: „Die Beleuchtung sollte dann weniger kurze und mehr lange Wellenlängen enthalten, sich also stärker in Richtung warmes, rötliches Licht bewegen.“ [...]

Jung denkt Licht als Konzept – ästhetisch, praktisch und vorausschauend.
© Foto: Jung
Gesundes Wohnen ist kein kurzfristiger Einrichtungsstil, sondern eine Form der Vorsorge. Und wie alles, was unsere Gesundheit betrifft, ist auch Longevity at Home ein Mosaik aus kleinen Steinchen – die aber höchst attraktiv zusammengefügt werden können.
Wie sich das Konzept der Longevity im Wohnraum umsetzen lässt? Jetzt den ganzen Text lesen und mit der neuen Design DE LUXE - Ausgabe inspirieren lassen.
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